Technischer Assistent - Berufe mit schulischer Ausbildung


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Der technische Assistent ist kein eigener Beruf, sondern wird als Bezeichnung für eine Reihe von Ausbildungsberufen in Deutschland verwendet. Aus diesem Grund kann man technische Assistenten in ganz unterschiedlichen Branchen antreffen. Von Informatik bis Gebäudetechnik bis hin zu Energiemanagement ist es möglich, sich in den verschiedensten Bereichen zum technischen Assistenten ausbilden zu lassen.

Einige Technische Assistenten-Berufe im Überblick

  1. Informatik
  2. Bautechnik
  3. Gebäudetechnik
  4. Nachwachsende Rohstoffe
  5. Regenerative Energietechnik/Energiemanagement
  6. Weiterbildungsmöglichkeiten

Technischer Assistent - Informatik

Wer sich für eine Ausbildung im Bereich Informatik interessiert, sollte Spaß an Allem rund um das Thema Computer haben. Neben technischen Aspekten umfasst dies auch Programmieren. Aus diesem Grund sollte man auch nicht mit Mathematik auf dem Kriegsfuß stehen und Interesse an logischen Vorgängen haben. Rein schulisch wird ein mittlerer Schulabschluss gefordert.

Die Ausbildung findet an einer Fachhochschule statt und dauert typischerweise zwei Jahre. Allerdings kann man seine Lehrzeit auch mit Fachhochschulreife oder der Hochschulreife kombinieren. In dem Fall verlängert sich die Ausbildungszeit auf drei beziehungsweise vier Jahre.

Nach dem Abschluss arbeiten technische Assistenten der Informatik häufig für Softwareunternehmen. Darüber hinaus sind aber auch EDV-Dienstleister oder Unternehmen der Informations- oder Telekommunikationstechnik typische Arbeitgeber.

Technischer Assistent - Bautechnik

Bautechniker übernehmen im späteren Berufsleben eine Vielzahl an Aufgaben rund um den Bau. Hierbei kann es sich um organisatorische Aufgaben handeln, zum Beispiel bei der Bauplanung und -überwachung, aber auch Arbeiten wie Materialprüfung, Materialbedarfsrechnungen, Abrechnung von Baumaßnahmen oder Erstellen von Ausschreibungen.

Da im Bau das Thema Sorgfalt eine große Rolle spielt, sollten Bewerber maßgenau arbeiten können und eine gute Beobachtungsgabe haben. Auch räumliche Vorstellungskraft ist von Bedeutung. Darüber hinaus spielen Mathematik, Physik, Technik und Informatik eine große Rolle. Interesse an diesen Fächern sollte in jedem Falle vorhanden sein.

Die technischen Assistenten für Bautechnik werden an einer Fachhochschule ausgebildet. Es gibt es immer wieder Praktika. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre. Für die Bewerbung wird ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt.

Technischer Assistent - Gebäudetechnik

Gebäudetechniker sind dafür verantwortlich, dass technischen Anlagen in Gebäuden installiert und gewartet werden. Die Bandbreite reicht dabei von Beleuchtungsanlagen über Wasser- und Sanitäranlagen bis hin zu Klimaanlagen. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Wartung, sondern auch um die Optimierung. Die Anlagen sollen möglichst effizient und kostengünstig laufen, sodass immer an einer Verbesserung gearbeitet wird.

Wer sich für eine Ausbildung als technischer Assistenten im Bereich Gebäudetechnik interessiert, sollte handwerkliches Geschick mitbringen. Zudem sind eine sorgfältige Arbeitsweise, Verantwortungsbewusstsein und umsichtiger Umgang sehr wichtig. Rein schulisch empfiehlt sich ein Interesse an Mathematik, Physik, Werken und Informatik. Auch sollte man mindestens einen mittleren Abschluss haben.

Die Ausbildung ist rein schulisch und findet in einer Fachhochschule statt. Sie dauert drei Jahre. Anschließend arbeiten technische Assistenten in Serviceunternehmen der Gebäudewirtschaft, in Installationsbetrieben oder bei Herstellerfirmen von Gebäudetechnik.

Technischer Assistent - nachwachsende Rohstoffe

Ein technischer Assistent für nachwachsende Rohstoffe stellt sicher, dass die Anlagen zur Produktion von Energie oder Produktionsgüter, die mit nachwachsenden Rohstoffen arbeiten, immer korrekt funktionieren. Dabei gilt es, Umweltvorschriften einzuhalten und gleichzeitig die Effizienz zu verbessern.

Voraussetzungen für eine Ausbildung sind eine sorgfältige Arbeitsweise sowie eine gute Beobachtungsgabe und Aufmerksamkeit. Auch sollte man schnell reagieren können und unter Druck richtige Entscheidungen treffen, wenn einmal ein Defekt auftritt. Darüber hinaus hilft es, wenn man ein generelles Interesse an Mathematik, Biologie, Chemie und Technik mitbringt. Rein schulisch wird in der Regel ein mittlerer Abschluss vorausgesetzt.

Die schulische Ausbildung findet an einer Fachhochschule statt. Sie dauert zwei Jahre, wobei auch Praktika enthalten sind. Nach der Ausbildung arbeiten technische Assistenten für nachwachsende Rohstoffe zum Beispiel bei Unternehmen, die Energien wie Biogas oder Biokraftstoff produzieren. Zudem sind Energieversorger wie Wind-, Wasser- oder Solarkraftwerke häufige Arbeitgeber. 

Technischer Assistent - regenerative Energietechnik/Energiemanagement

Regenerative Energien haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Daher erfreuen sich auch Berufe, die sich mit regenerative Energietechnik/Energiemanagement beschäftigen großer Nachfrage. Der technische Assistent arbeitet häufig in der Forschung und Entwicklung. Hier hilft er Ingenieuren dabei, neue und verbesserte Techniken rund um die erneuerbaren Energien zu entwickeln.

Für den späteren Beruf sind Fähigkeiten wie technisches Verständnis, Sorgfalt, Umsicht und Geschicklichkeit von großer Bedeutung. Auch kommunikative Fähigkeiten können nicht schaden, da man häufig mit Kunden eng zusammenarbeitet und diese berät. Darüber hinaus hilft ein Interesse an Mathe, Physik und Technik.

Die schulische Ausbildung dauert drei Jahre und findet in einer Fachhochschule statt. Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein mittlerer Schulabschluss. Im späteren Berufsleben arbeiten die technischen Assistenten für Energieversorger, die mit regenerativen Energien arbeiten, aber auch für Ingenieurbüros, Elektroinstallationsbetriebe und Hersteller von elektrischen Anlagen.

Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung

Aufgrund der verschiedenen Branchen, in denen technische Assistenten eingesetzt werden, unterscheiden sich die Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung je nach dem spezifischen Beruf. Generell kann man sich durch eine Fortbildung in den meisten Bereichen zum Techniker ausbilden lassen. Wie schon beim Assistenten ist man dann Techniker für eine bestimmte Fachrichtung. Der Assistent für regenerative Energietechnik/Energiemanagement kann sich zum Beispiel zum Techniker in der Fachrichtung Umweltschutztechnik weiterbilden lassen.

Darüber hinaus ist auch ein Studium möglich. Auch hier unterscheiden sich die Fachrichtungen stark voneinander. In der Regel steht einem nach der Ausbildung der Weg zu einer Fachhochschule offen. Wer über die Hochschulreife verfügt, wie zum Beispiel der technische Assistent in der Informatik, der sich für eine verlängerte Ausbildung entschieden hat, kann unter anderem an einer Universität studieren.



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